MX Linux, meine persönliche Backup Strategie [update]

MX Linux, meine persönliche Backup Strategie [update]

Meine Backup und "immer dabei System" Lösung.
Backup ist klar, mein lauffähiges System mit allen relevanten Daten. Möglichst schnell und problemlos vom USB Stick zu restaurieren, selbst wenn sich die Hardware geändert hat - Blitzeinschlag, Zack, Totalverlust (hatte ich schon, tut weh).
Dann ist man zumindest bei der Neuinstallation nicht gestresst, weil die dauert signifikant länger als den snapshot von "gestern" zu installieren.

"Immer dabei" bedeutet mein persönlicher snapshot, mit allen für mich relevanten Daten, inkl. Dokumente und Hilfetexte/Dokumentationen, auf einer Life USB die ich auch auf Fremdrechnern starten kann.
Sozusagen mein Mitnahme PC am Schlüsselbund, ein besonderes Feauture von MX Live USB.
Das Bild zeigt das System unter Vollast beim Erstellen des Snapshots, in der Kompressionsphase. Schön zu sehen, wie die Last auf die Kerne/Threads verteilt wird.

Ein wesentlicher Punkt bei Backups (für mich) : ZEIT (Platz kommt danach). Wie lange dauert die Snapshot Erzeugung und das Schreiben auf USB.
Ein Backup das eine halbe Stunde dauert, das macht man nur, wenn man glaubt, das es mal wieder "nötig" sei. Ein Backup das 3-4 Minuten dauert, das macht sich nebenher.
In der Theorie natürlich nicht, aber in der gelebten Praxis ;-}
Platz und somit auch Zeitfresser ist alles was unnötig ist für die angedachten Zwecke und was schwer bis gar nicht komprimierbar ist.

Bei mir sind /root und /home NICHT getrennt, ich habe da in der Praxis für mich nie einen Vorteil erkennen können, ABER bei mir sind die Verzeichnisse mit den Massendaten auf einer anderen Partition und werden während des Bootvorgangs über "mount --bind" eingebunden. Im Rahmen der Platz und Zeitoptimierung habe ich im Laufe der Zeit auch noch andere Verzeichnisse ausgelagert.

Verzeichnisse mit JPG/PNG, MP3, MP4 (so sie nicht in /Musik/Video/Bilder liegen), alleine das Haldclut Verzeichniss (Film Presets für RawTherapee) sind knapp 750MB. Eine Sammlung an JPG aus Internet Memes, zack 1GB, und so fort.
Weitere Platzfresser sind Flatpacks. Wenn möglich gegen AppImages austauschen, was bei Shotcut und Openshot problemlos möglich ist. Appimages sind zwar auch schwer komprimierbar, dafür sind sie von vorne herein auch nur ein Zentel so groß und lassen sich gut in einem einzigen Verzeichniss bündeln, auslagern und auch beim Start per "mount --bind" einfügen. ...

All das landet auf dem DATA Laufwerk/Partition wo auch die  /Bilder/Musik/Video Verzeichnisse liegen.
Das führt einerseits zu 310GB auf dem Data Laufwerk, andererseits zu einer root/home von ~15GB.

Die Data Partition wird dann "klassisch" per Dateimanager komplett in entsprechende Verzeichnisse auf anderen Platten kopiert, je ach SSD kann das zwischen 10-15 Minuten dauern. Auf die externen HDD Platten sichere ich seltener, bevorzugt wenn ich mit dem Hund spazierengehe, da stören mich die Zeiten zwischen 40-80 Minuten (je nach HDD) weniger.

[Update]
Bei kleineren Änderungen beschränke ich mich auf das betreffende Verzeichniss, ich bin ja noch nicht dement genug um binnen einer Stunde vergessen zu haben, wo ich was geändert habe.
Auf mehrfachen Zuruf testweise Grsync konfiguriert, eine GUI für rsync, nett, ist dann doch eine kleine Arbeitserleichterung (Dementia kann kommen).

Meine ersten Snapshots hatten noch 30-40GB, mein letzter MX-19 snapshot, da hatte ich schon ein bisschen mit "optimieren" angefangen, war noch knapp 20GB groß (zstd), das dauerte schon ein bisschen.
Mein aktueller mx-21 snapshot muss ~15GB verarbeiten und ist aktuell gerade um 5GB groß, wird in 2:02min erzeugt und in weniger als einer Minute auf einen USB3 Stick (sandisk extreme) geschrieben.

Der Vollständigkeit halber noch zwei weitere Verfahren:
Das häufig (voreingestellte?) benutzte LZ4: wow 0:48min, weniger wow 6.8GB
Das "stärkste" aber auch langsamste XZ : 3:18min für 4.4GB
Ich bevorzuge zstd, beste Relation zwischen Zeit und Größe.
XZ macht nur Sinn, wenn man sich im Grenzbereich bewegt, also ob man anstelle eines 8GB Sticks einen 16gb benutzen muss, oder anstelle eines 16gb einen 32gb, etc ... wenn einem das wichtig ist.

Da die Neuinstallation mehr ist, als nur ein Kopieren ist, sind die Geschwindigkeiten der Beteiligten gar nicht so relevant wie ich angenommen habe.
Aber in der Praxis sah das so aus:
Sandisk Extreme USB3 auf Samsung NVME 970 EVO Plus 1TB ~4 Minuten
Sandisk Cruzer USB2 (15 Jahre alt) auf Crucial MX100 256GB (2015) an USB3 , uups ~5 Minuten.
Dafür dauert das Schreiben auf das Sandisk Fossil eine gute Viertelstunde.


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